Meine Wege
Wer reist, sehnt sich nach größeren Räumen, nach anderer kultureller Temperatur. Wer reist, ist sinnhungrig und kann sich am Bestehenden nicht sättigen. Wer reist, hofft darauf, hinter der nächsten Wegkuppe wartet etwas auf ihn.
Die Lust auf das Fremde, auf das Offene, und der ziehende Schmerz, der die Seele ergreift, wenn sie sich nach Heimat sehnt, nach Ursprung, Ruhe und Ewigkeit.
Dann die Lust, sein eigenes Leben „hier“ zu unter-brechen, um es „dort“ fortzusetzen. Der süße Selbstbetrug, man sei „dort“ ein ganz anderer Mensch, irgendwie eigentlicher und wahrer.
